Rostig gebraucht, vom vorherigen Leben gezeichnet und doch zu was gänzlich Neuem zusammengebaut, verschweisst, geschraubt, gesteckt oder zurechtgebogen. Das lässt mir viel Raum zum Spielen, Erproben, Erleben und Lernen. Es entstehen keine toten, leeren Gebilde oder Skulpturen, es entsteht ein Zusammenspiel aus vergangener Zeit und neuem Sein… erbaut, um ihnen ein Schmunzeln auf die Lippen zu zaubern und sie in ihrem Erforschen zu ermutigen – je lebendiger sie darauf zu gehen, je lebendiger ist die Antwort.

Das Suchen und Finden der rostigen Schätze bei Werkstatt-Räumungen, Alteisen- Touren und Mulden- Tauchen gehört dabei genauso zum Prozess wie das Arbeiten damit.

Schon früh bin ich durch meinen Vater mit den verschiedensten Handwerks- Arbeiten in Berührung gekommen. Durch einen glücklichen Zufall lernte ich mit 14 Jahren den Künstler Jim Whiting kennen und durfte mit ihm die Ausstellung KulturZug während der ART 1991 in Basel besuchen. Dort habe ich erstmals die Arbeiten von Bernhard Luginbühl und Jean Tinguely so richtig wahr genommen. Seit dieser Zeit hat es mich immer wieder zu Kunstwerken aus Schrott & Stahl hingezogen.

Seit meinen ersten Schweiss- Versuchen im 2005 bis heute hat mich die Faszination dieses Arbeitens nicht mehr los gelassen. Es begann mit diversen Arbeiten für die Gestaltung der fahrbar, wie z.B. Bar-Theken, Tische, Treppen, Kerzenständer uvm. Dazu kamen immer mehr Skulpturen und Objekte ohne einen bestimmten Nutzen, ausser meiner Seele Freude zu bereiten.

Meist kommen die Ideen in der Nacht

ein Sammelsurium von Sachen – Werkstatt – laute Musik – 32amp – Schneidbrenner Flex und die Schweissmaschine griffbereit

joel dr rOstaurato